Schwedischer Nationalatlas: Eisen- und Stahlindustrie

Als Teil des mittlerweile 22-bändigen National Atlas of Sweden ist nach mehrjähriger Bearbeitungszeit nun der Band „Swedish Mining & Metalworking – Past & Present“ erhältlich. In zwölf Kapiteln wird auf 216 Seiten die Entwicklung des schwedischen Eisenerz-Bergbaus und der Metallverarbeitung bis heute dargestellt.

Herausgegeben von Jernkontoret, der Schwedischen Vereinigung der Stahlproduzenten, finden sich in diesem Band Beiträge von 34 Autoren, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Schwedischen Schwerindustrie auseinandersetzten.

Bis auf etwa 2500 v. Chr. lassen die Überreste der ersten Schmelzöfen im Gebiet des heutigen Schweden zurückdatieren. Seitdem hat die Metallverarbeitung stets eine wichtige Rolle im ökonomischen Portfolio des Landes gespielt. Eisenerzminen und kleine Verhüttungsbetriebe waren weit verbreitet und wurden erst im 20. Jahrhundert nach und nach durch größere und rentabler arbeitende Großbetriebe abgelöst. Den Bedeutungsverlust durch die Kohle- und Stahlkrise hat die schwedische Eisenindustrie mit der Besetzung von Nischenmärkten für Spezialstahle mittlerweile kompensiert und damit die Landkarte der schwedischen Industrie nachhaltig verändert.

Die Entwicklungen in rund 4500 Jahren werden im vorliegenden Themenband auf 200 Karten und in zahlreichen Grafiken und Photographien visualisiert – immer begleitet von interpretativen Texten. Er ist auf Schwedisch und Englisch erhältlich und beinhaltet neben den Artikeln ein ergiebiges, weiterführendes Glossar sowie Informationen zu den Autoren.

Weitere Informationen finden sich auf der Website des Schwedischen Nationalatlas Projektes unter http://www.sna.se/books/b_mining.html.